Hopfengott Maischekessel

Hier ein Testbericht zum OneConcept Hopfengott Maischekessel. Bier brauen wird immer beliebter, da das Industriebier meist nicht so toll schmeckt. Neben zahlreichen Kleinbrauereien, gibt es auch immer mehr Privatleute, die ihr eigenes Bier brauen. Das kann man einfach in einem großen Kochtopf, oder Einkochtopf machen. Allerdings muss man dann einige Stunden lang, immer wieder die Temperatur messen und nachregeln. Da beim Brauen 3 bis 4 verschiedene Temperatur-Einstellungen nötig sind, ist das sehr zeitintensiv. Zudem muss immer wieder die Maische umgerührt werden. Einfacher geht das mit einem vollautomatischen Maischekessel.

Hopfengott Maischekessel
Hopfengott Maischekessel

Testbericht zum Hopfengott Maischekessel von OneConcept


* Hopfengott Maischekessel

Wir haben uns deshalb den Hopfengott Maischekessel von OneConcept bestellt. Die Wahl fiel auf dieses Gerät, da es bis zu 4 verschiedene Temperatur-Einstellungen, automatisch abarbeitet. Außerdem pumpt der Hopfengott permanent die Würze über die Maische, das erspart das Umrühren. Und das Ganze zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Ein Brautag dauert zwar immer noch an die 5 Stunden, aber man muss nicht ständig vor Ort sein. Während des Maischvorgangs, sowie dem Hopfenkochen, hat man Zeit für andere Sachen.

Verarbeitung des Hopfengott Maischekessels

Der Maischekessel von OneConcept besteht aus Edelstahl und ist sehr robust verarbeitet. Der Glasdeckel hat ein Loch für die Aufnahme der Kreislaufleitung. Der Ablasshahn besteht aus Metall und ist ebenfalls sehr solide. Die 12 Volt Umwälzpumpe wird mittels Schnellanschluss am Ablasshahn angeschlossen. Auch der Filterbehälter, sowie das dazugehörige Lochblech bestehen aus Edelstahl. Das Bedienfeld hat 6 Tasten mit guten Druckpunkt. Das dazugehörige Display mit Leuchtanzeige, ist sehr gut ablesbar.

Technische Daten

Füllmenge: 15 Liter (für 10 Liter Bier)
auch mit 30 Liter (für bis zu 25 Liter Bier) erhältlich
Kesselmaterial: Edelstahl
Leistung: 500 bis 1600 Watt
Temperaturbereich: 30-140°C
Bedienfeld: 4 Schaltstufen mit Zeit, Temperatur und Leistungseinstellung
Zubehör: Filterbehälter, Lochblech zum abdecken der Maische, Filterrohr für Abfluss, 12 Volt Umwälzpumpe, Stopper, Kreislaufleitung, Schnellanschluss für Pumpe, Glasdeckel

Programmieren der einzelnen Braustufen

Hopfengott Bedienfeld

Der große Zeitaufwand beim Brauen ist das ständige überwachen und verändern der Brautemperatur. Am Beispiel von Weißbier: 20 Minuten bei 45°C, 30 Minuten bei 61-63°C, 30 Minuten bei 70-72°C, zuletzt kurz auf 78°C. Sie sehen also 4 verschieden Temperaturen mit unterschiedlicher Zeitdauer. Man muss permanent die Temperatur messen und bei Bedarf nach heizen. Nicht so mit dem Hopfengott Maischekessel. Man programmiert einfach die 4 einzelnen Temperaturbereiche, mit der dazugehörigen Zeitdauer. Auch die Leistung kann für jede einzelne Stufe, zwischen 500 und 1600 Watt vorgegeben werden.

Maischen und Läutern

Umwälzpumpe

Nachdem das Brauwasser eingefüllt wurde, drückt man die Starttaste und der Maischvorgang läuft vollautomatisch ab. Nachdem die erste Zieltemperatur erreicht wurde muss noch das Malz eingerührt werden. Dann kommt das Lochblech oben darauf und der Deckel wird geschlossen. Die Umwälzpumpe wird mit einem Schnellanschluss am Auslaufhahn angeschlossen. Die 12 Volt Stromversorgung ist im Maischekessel eingebaut. Es muss nur das Kabel an der Buchse eingesteckt werden. Der Hahn wird jetzt aufgedreht. Am Maischekessel befindet sich neben dem beleuchteten Einschalter noch ein Schalter für die Pumpe. Wird dieser eingeschaltet, wird die Würze von unten, noch oben gepumpt. Durch das Loch im Glasdeckel läuft die Würze auf das Lochblech und wird großflächig verteilt. So wird sichergestellt, dass das Malz gleichmäßig durchspült wird. Man spart sich daher das ständige umrühren der Maische.

Hopfengott Filteraufsatz

Nachdem die 4 Maischschritte ohne weiteren Arbeitsaufwand abgelaufen sind, gibt der Maischekessel einen Signalton von sich. Jetzt muss die Würze geläutert werden, das heißt der Treber (Malzreste) muss von der Würze getrennt werden. Das funktioniert beim Hopfengott recht einfach. Der Filterbehälter wird hochgehoben und so gedreht, dass er auf dem Gefäßrand aufsitzt. Jetzt läuft die Würze, durch das Sieb in den Maischekessel zurück. Das Lochblech wird entfernt, und das restliche Malz mit 78°C heißen Wasser ausgespült. Wenn die Würze vollständig abgetropft ist, kann der Filterbehälter entfernt werden.

Hopfenkochen

Jetzt geht es ans Hopfenkochen. Diesen Arbeitsschritt konnte man vorher natürlich nicht programmieren, da ja erst der Trester herausgefiltert werden musste. Zudem muss zum Hopfenkochen auch noch der Hopfen dazugegeben werden. In unserem Beispiel wird dafür nur noch die erste Zeitstufe eingestellt. Bei einer Temperatur von 100°C wird der Hopfen 90 Minuten gekocht. Vorher nicht vergessen, den Hahn abzudrehen und die Umwälzpumpe zu entfernen.

Filtern der Würze

Nach dem Hopfenkochen muss die Würze von dem geronnenen Eiweiß des Maischvorganges befreit werden. Dafür dreht man den Hahn auf und lässt die Würze durch ein feines Sieb, oder Baumwolltuch, in den Gärbehälter laufen.

Abkühlen der Würze mittels Kühlschlange


* Kühlschlange

Beim Brauen sollte die heiße Würze sehr schnell abgekühlt werden. Anfangs hatten wir dafür die Würze in einzelne Töpfe gefüllt. Diese wurden in eine Wanne mit kaltem Wasser gestellt. Das Wasser musste zudem mehrmals erneuert werden, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Das ist sehr umständlich, daher haben wir uns auch noch eine Kühlschlange zugelegt. Diese kommt in den Gärbehälter und wird mit einem Schlauch am Wasserhahn angeschlossen. Das kalte Wasser läuft durch die Kühlschlange und kühlt die Würze ab. Am anderen Ende der Kühlschlange wird ein weiterer Schlauch als Abfluss montiert. Wir fangen das Kühlwasser in Eimern auf und gießen es in die Regentonne. So hat man auch in Trockenperioden Wasser zum gießen.

Testergebnis

Den Kauf des OneConcept Hopfengott * Maischekessel haben wir nicht bereut. Die Arbeitsersparnis beim Brauen ist sehr groß. Zudem gewinnt man Zeit für andere Dinge. Das Programmieren der einzelnen Arbeitsschritte ist recht einfach. Nach dem ersten Brauen benötigt man die Anleitung nicht mehr. Hier ist auch nur die Bedienung des Maischekessels beschrieben. Der Arbeitsablauf, sowie die einzelnen Temperaturen, sind sowieso bei jeder Biersorte unterschiedlich. Bei den verschiedenen Malzmischungen, mit Hopfen und Hefe, sind diese Anleitungen meist dabei.

Der Maischekessel selbst ist sehr gut verarbeitet und macht einen robusten Eindruck. Der Ablaufhahn ist ebenfalls sehr hochwertig. Die Umwälzpumpe ist dankt Schnellanschluss, sehr schnell an- und abbaubar. Durch das Umwälzen der Würze erspart man sich das ständige rühren. Der Preis von ca. 200€ ist für einen Maischekessel mit Umwälzpumpe unschlagbar. Andere kosten da leicht das doppelte. Klare Kaufempfehlung!